Navi

Startseite
Gästebuch
Kontakt
Archiv
Sinn & Zweck

Themen

Garten Eden
Aladins Wunderlampe
Die Macht der Dankbarkeit
100 Geheimnisse
Kaminzimmer

Links

Dankbarkeitsliste Secret-Forum

Credits

Host Design
Heute wird geheiratet ...

... was für mich persönlich wohl bedeutet, dass meine letzten beiden Stündchen als zwangsläufige Liebelings-Schwiegertochter gezählt sind ... *hihihi*

Aber mein Schwager hat sich ne ganz Nette rausgesucht, ich hoffe und wünsche, dass das eine wundervolle Ehe wird - meinen Segen hamse jedenfalls. *lächel*

Meinen Beitrag in Sachen Geschenkbastelei hab ich ja bereits gepostet, damit auch das Kuchenbuffet meinen Stempel trägt, poste ich mal eben noch das Bildchen meiner Torte - ich finde, die ist mir richtig gut gelungen! *angeb* Sieht live und in Farbe noch viiiiieeel schöner aus!

Ich selber werd zwar nix von essen (ich mag keinen Eierlikör), aber egal, Hautsache, den andern schmeckt`s.

Dann mal einen schönen Freitag
wünscht
das Glückskind
(das schon mal die Stöckelschuhe einläuft, aber vermutlich barfuß das Tanzbein schwingen wird)

8.8.08 09:59


1. Woche, Freitag

 * * *

Ich bin dankbar, dass meine Mutter mich zur Welt brachte und weiß, dass sie mich ganz tief in ihrem Herzen liebt, wie nur eine Mutter ihr Kind lieben kann.

* * *

Das war die Affirmation von gestern und wer hätte es gedacht - heute geht es um den Vater.
Vielleicht hat man von ihm keine Anerkennung bekommen, keine Liebe und möglicherweise hat das zu einem negativen Selbstbild geführt, weil wir denken, wir wären unerwünscht gewesen, oder evtl. gibt man seinem Vater die Schuld für irgendetwas, was im eigenen Leben schief läuft.

Man soll sich heute mal deutlich vor Augen führen, dass das Universum geschätzte 16.000.000.000 Jahre alt ist und der Mensch darin nur eine verschwindend geringe Rolle spielt.

Seit es Menschen auf diesem Planeten gibt, war es Aufgabe des Mannes, zu jagen, kämpfen und Kriege zu führen. Seit wann gibt es denn sowas wie die "Revolution der Persönlichkeitsentwicklung"? Muss so in den 60ern / 70ern gewesen sein - also noch nicht mal seit einem halben Jahrhundert.

Können wir selbst unseren Kindern immer zeigen und sagen, was wir empfinden? Oder gehen wir nicht auch recht häufig davon aus, dass sie schon wissen werden, wie wir etwas meinen und dass sie sich unserer Liebe in ihrem tiefsten Innern bewusst sein müssen?

Na ja, vielleicht war es für unseren Vater einfach nur NOCH schwerer, als für uns, Gefühle zu zeigen und diese "neue" Rolle des Mannes auszufüllen. Jedenfalls eine recht plausible Idee, wenn man sch versucht vorzustellen, wie es die letzten paar Millionen Jahre gewesen sein muss.

Wie gestern in Bezug uaf die Mutter, so soll man sich heute den eigenen Vater als kleines Kind vorstellen, zu der Zeit, die ihn prägte und vielleicht fällt es einem dann leichter, zu erkennen, dass er kaume ine Chance hatte, das zu lernen, was wir gerne von ihm gehabt hätten. Er muss selbst seine Probleme gehabt haben, zu verstehen, was richtig und was falsch ist und so wie gestern, soll man heute einen Film vor dem inneren Auge ablaufen lassen:

Stell dir nun vor wie dein Vater dich als Kind auf den Arm nimmt und dir sagt: "Ich vertraue darauf, dass du etwas aus deinem Leben machst. Es gehört dazu, dass dir nicht alles gelingt, und auch, dass dir nicht alles gleich gelingt.
Auch ich war nicht perfekt und wusste erst viel später, wie ich es hätte besser machen können. Ich vertraue darauf, dass du dein Leben meistern wirst - geh deinen Weg. Ich in stolz auf dich!"

Auch diese "Übung" hat was, wie ich finde. Ich finde es erstaunlich, dass man in der Lage ist, Emotionen zu erzeugen, nur aufgrund seiner Vorstellungen - selbst wenn es Gefühle sind, die in der Vergangenheit nie existiert haben.

Einen schönen Freitag wünscht
das Glückskind
das sich jetzt für die Hochzeit ihres Schwagers aufhübscht! :D

8.8.08 07:01


1. Woche, Donnerstag

Nachdem ich mir gestern vor Augen halten sollte

"Ich bin dankbar, dass ich mich an erster Stelle um meine eigene Persönlichkeitsentwicklung kümmern kann und werde die kommenden zwölf Wochen genau dafür nutzen."

komme ich heute wohl zum ersten Mal an einen für mich persönlich etwas schwerer umzusetzenden Punkt ...

Es geht darum, dass viele Menschen ihrer Kindheit oder auch bestimmten Personen dieser Zeit (im Beispiel des Buches ist es die Mutter und das trifft auch für meine eigene Geschichte zu) am eigenen Dilemma die Schuld geben.

"Wenn meine Mutter nicht x, dann wäre vermutlich y ...", oder "Hätte meine Mutter doch bloß dies, dann wäre niemals das ..." Sowas halt.

Hhmm - ich habe auch immer viel auf meine Mutter geschimpft und es fällt mir wirklich nicht sonderlich leicht, dankbar für ihr Verhalten zu sein, aber ich will das Buch schließlich ernsthaft durcharbeiten, also geb ich mir Mühe.

Im Buch ist es ja ein befreundeter Arzt, der angesprochen wird, und Herr Pallas erklärt seinem Freund, dass sowohl er als auch dessen Ehefrau sicher alles tun, um ihren Kindern das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten - aber er hinterfragt auch kritisch, ob es denn nicht evtl. sein könnte, dass die Kinder viel lieber auf das Boot oder was weiß ich was verzichten würden, wenn die Eltern dafür sich nicht krumbuckeln müssten und stattdessen etwas mehr Zeit für ihren Nachwuchs hätten.

Das ist nur ein Beispiel von vielen und auch wenn die wenigsten Leute ein Boot besitzen, es geht letzten Endes darum, dass man seinen Kindern oft genau das zu ermöglichen versucht, was man selbst als Kind nicht hatte und man sieht darin sicher nichts Verwerfliches, nein - man meint es aus tiefster Seele gut und versteht nicht, dass es vielleicht ganz anders ankommen könnte - weil man selbst natürlich weiß, welche Intention hinter all den eigenen Tun steckt.

Aber weiß das ein Kind? Kann es ein Kind als Zuwendung und Liebesbeweis anerkennen, wenn die Eltern nur arbeiten, nie da sind und die gemeinsame Zeit fehlt?

Laut Buch soll man sich vorstellen, die eigene Mutter hätte aus eben diesen Beweggründen so gehandelt, wie sie gehandelt hat - aus purer Liebe zu ihrem Kind und weil sie ihm etwas ermöglichen wollte, was ihr nicht möglich war, oder umgekehrt, es vor etwas schützen wollte, was sie selbst als unangenehm hat erfahren müssen. Könnte es möglich sein, dass sie ihrer Liebe ebenfalls auf diese, für das Kind missverständliche, Art hat Ausdruck verleihen wollen?

Kann es sein, dass die Mutter selbst unglücklich und unzufrieden darüber war, dass nicht die Resultate erzielt wurden, die sie erhofft hatte, traurig darüber, dass das Kind nicht so reagiert, wie sie (in ihrer guten Absicht) es verdient hätte?

Könnte Ärger, Hass und Streit innerhalb der Mutter-Tochter-Beziehung aus diesen Missverständnissen, deren Ursache nichts als unverstandene Liebe war, gewachsen sein?

Hat die eigene Mutter evtl. nur nicht so richtig zeigen können, dass sie ihr Kind von Herzen liebt? IST DAS AUCH NUR HALBWEGS MÖGLICH?

Mein Leben lang war ich überzeugt davon, meine Mutter hasst mich, hat mich nur bekommen, damit mein Vater sie nicht verlässt (erfolglos) und Schläge oder kinderlose Urlaubsreisen haben nicht unbedingt dazu beigetragen, dass ich das anders sehen konnte.

Aber na ja, wollte ich nciht tatsächlich viel lieber in den Ferien bei meiner Oma sein? Vielleicht kommt erschwerend hinzu, dass ich die ersten beiden Jahre bei meiner Oma gelebt habe und erst dann meine "wahre Mutter" mich bei ihr aufgenommen hat (krankheitsbedingt). Wir hatten einfach keinen guten Start und wäre es unter Umständen nicht möglich, dass deshalb nicht nur ich unglücklich war, sondern auch sie? Vielleicht habe nicht nur ich keinen Weg zu ihr finden können, vielleicht KONNTE auch sie nicht, obwohl sie vielleicht doch gewollt hätte?

Ich weiß es nicht, aber wenn ich drüber nachdenke, muss ich es wohl für möglich halten ... Vielleicht hat sie mich ja doch gern gehabt, konnte es nur nicht mitteilen.

Wie auch immer, Herr Pallas fordert im Buch dazu auf, man solle sich seine Mutter als kleines Mädchen vorstellen, mit all den Ängsten, Sorgen und Nöten, die es erwartungsgemäß gehabt haben wird. Vielleicht kam ein Geschwisterchen, obwohl die Mutter früher selbst gern noch etwas länger umsorgt worden wäre. Vielleicht musste sie früh im Haushalt mithelfen, obwohl sie lieber gespielt hätte? Vielleicht hat man ihr den Umgang mit xy oder z verboten, weil man ihn nicht für gut genug hielt ...

Was auch immer.

Man soll sich bewusst machen, dass sie eigene Mutter auch mal ein Kind war. Dass sie ebenfalls Erfahrungen gemacht haben wird, Verluste hat hinnehmen müssen und Frustrationen.

Vielleicht kann man sich in den Kopf der früheren Mutter hineinversetzen, ihre Entwicklung etwas nachvollziehen und erkennen, dass sie es vielleicht sogar nie anders hat vorgelebt bekommen. Dass sie in einer Zeit lebte, die es nicht so leicht machte wie heute, seinen eigenen Weg zu finden und ganz zum Schluss des heutigen Tageskapitels kommt etwas sehr Bewegendes (für mich zumindest).

Ich schreib mal aus dem Buch ab ...

Sieh deine Mutter nun, wie sie dich als Kind auf dem Arm hält und dir folgendes sagt.
"Könnte ich doch alles richtig machen und dir alles geben, was du dir wünschst. Und könnte ich dir doch nur zeigen, wie sehr ich dich liebe.
Ich drücke dich nun ganz fest an mich und sage dir aus einem Herzen voller Liebe - ich liebe dich!"

Und nun soll man sich zurücklehnen, die Augen schließen und sich das so intensiv wie möglich vorstellen ...

Ein merkwürdiges Gefühl, aber es fühlt sich  "merkwürdig gut und traurig zugleich" an ...

Ich mach mal Schluss für den Moment.

 

7.8.08 13:03


Garten der Liebe

Ui, was bin ich doch kreativ! *stolzbin*

Freitag heiratet mein Schwager und wie die meisten Brautpaare wollen auch diese beiden am liebsten Geld geschenkt bekommen.

Jetzt find ich`s aber total unschön, einen Umschlag mit Summe x zu überreichen, also hab ich heute eine bepflanzte Schale in Herzform gekauft, ein paar Stäbe in die Erde reingesteckt, eine Schnur als Wäscheleine drum gezogen und gefaltete Geldscheine in Hemd-, Hosen-, Rock- und Herzform mit kleinen Wäscheklammern dran gehängt.

Ein Taubenpärchen noch mitten rein und fertig ist ein schööööner Gerten der Liebe. Gefällt mir richtig gut, bin fast ein wenig stolz auf mein Werk! :D

Man sieht`s nicht sooo deutlich, aber hier mal ein kleines Bildchen:

Nett, oder?

Ich freu mich richtig auf Freitag, das wird sicher eine schöne Hochzeit und außerdem bilde ich mir ja ein, die Gäste kommen alle meinetwegen um mit mir meinen Geburtstag von vorgestern nachzufeiern! *hihihi* Ich lad euch alle ein!

Einen schönen Abend noch wünscht
das Glückskind

6.8.08 22:23


1. Woche, Mittwoch

Der Leitspruch von gestern war ja

Ich bin dankbar, dass ich mich gerade in einem interessanten Lebensabschnitt befinde, der mir die Möglichkeit gibt hinzuzulernen, damit ich mein Leben immer wünschenswerter gestalten kann.

Eine schöne Art zu denken, wenn man was schief ging, oder? Als ich 17 war, hatte mich mein erster festerer Freund verlassen und was hat mir geholfen? Mir immer wieder einzureden, dass ich erst 17 sei und auf alle Fälle früher oer später wieder jemand auftauchen würde - ein Gedanke, den ich spannend und tröstend zugleich fand ... Altes geht immer nur, damit Neues kommen kann; schief geht etwas nur dann, wenn etwas noch Besseres auf uns wartet. Das sage ich mir schon jahrelang und es tut gut!

Wie auch immer, heute geht es darum, dass man nicht jetzt schon anfangen soll zu zweifeln, vielleicht weil man nach gestriger "Lektion" denken könnte: "Ja Moooomeeeent mal, es gibt aber etliche Leute, die stecken so richtig in der Scheisse und manche Probleme sind wirklich sooo groooß, dass es unmöglich ist, so zu denken, wie man laut diesem Buch denken soll."

Man soll sich klar machen, dass es nicht darum geht, andere Menschen zu analysieren, sondern dass wir in erster Linie nach uns selbst schauen sollen. Wie bereits an Tag 1 festgestellt, können wir nicht wissen, was mit anderen Menschen los ist, weder mit denen, mit denen wir gerne tauschen würden, als auch nicht mit denjenigen, die wir ganz und gar nicht zum Tausch bitten wollten.

Was bringt es, sich durch die Lebensgeschichte anderer Menschen ablenken oder demotivieren lassen (die wir ohnehin gar nicht wirklich verstehen können, einfach weil uns Informationen fehlen)? Wer weiß, ich habe schon Berichte über Menschen gesehen, die im Rollstuhl saßen und trotzdem ein glückliches und unter Umständen sogar sportliches Leben führen. Würde ich aber tauschen wollen?

Wenn ich behaupte, genau zu wissen, was mit anderen ist und wie sie auf irgendetwas reagieren, wie gut oder schlecht ihnen etwas tut, dann traue ich mir ja eigentlich ganz schön viel zu, oder? Ich weiß ganz oft nicht mal über mich selbst Bescheid oder wundere mich über das, was ich sage, denke, tue - wie soll es mir da möglich sein, es bei fremden Menschen besser zu machen?

Stattdessen sollte ich mir lieber wieder bewusst machen, dass ich für mich selbst an mir arbeiten möchte, unabhängig davon, wie andere Menschen das angehen würden. Bin ich mit mir selbst glücklich, dann hat auch mein Umfeld wieder was davon.

Ich habe die Möglichkeit dazu, und dafür bin ich dankbar! Wer weiß, welche Möglichkeiten andere Menschen haben, von denen ich nichts ahne? Jedenfalls gilt die Ausrede: "Bei anderen geht aber auch immer alles schief" nicht. Wenn ich etwas haben möchte, dann muss ICH etwas tun und mich darum kümmern. Fertig. Heutzutage gibt es Möglichkeiten, die früher undenkbar gewesen wären. Das ganze Wissen der Welt ist nur einen einzigen Mausklick entfernt, Menschen schließen kontinentübergreifende Freundschaften und sammeln Erfahrungen, die vor einigen Jahren niemals möglich gewesen wären.

Gibt es denn eine besser Zeit, auf der Welt zu sein, als exakt heute?

6.8.08 14:44


Wunder an den Grenzen der Medizin

Ohne das jetzt irgendwie bewerten zu wollen, stelle ich mal einen Film ein, er dauert allerdings eine gute 3/4 Stunde - 45 Minuten, die ihre Spuren hinterlassen ...

Rätselhafte Heilung

* * *

5.8.08 15:55


Ich bin das Licht

Neale Donald Walsch, das Autor der "Gespräche mit Gott" hat ein ganz bezauberndes Buch für Kinder geschrieben, es heißt

Ich bin das Licht
Die kleine Seele spricht mit Gott

und es handelt von einer kleinen Seele, die sich Gedanken darüber macht, welche Erfahrungen sie gerne machen möchte.  Kritiker meinen, das Buch wäre unmöglich, weil es letzten Endes bedeuten würde, dass selbst der schwerste Schwerverbrecher ein für uns bestimmter Engel ist, aber ich denke, da kann sich jeder sein eigenes Bild von machen. Sicher nichts zum "Runterrattern", aber das hat ja auch keiner behauptet ...

Ich habe meiner kleinen Tochter dieses Buch ganz bewusst gekauft und es gemeinsam mit ihr gelesen - ich finde, es ist eine unheimlich wertvolle Geschichte, die ich jetzt einfach mal hier festhalten möchte.

* * * 

Einmal, vor zeitloser Zeit, da war eine Kleine Seele, die sagte zu Gott: „Ich weiß wer ich bin!“ Und Gott antwortete: „Oh, das ist ja wunderbar. Wer bist du denn?“ Die Kleine Seele rief: „Ich bin das Licht!“ Und auf Gottes Gesicht erstrahlte das schönste Lächeln. „Du hast recht“, bestätigte er, „Du bist das Licht“. Da war die Kleine Seele überglücklich. Denn sie hatte genau das entdeckt was alle Seelen im Himmelreich herausfinden wollen. „Hej“, sagte die Kleine Seele, „das ist ja klasse.“

Doch bald genügte es der Kleinen Seele nicht mehr zu wissen wer sie war. Sie wurde unruhig, ganz tief drinnen, und wollte nun SEIN wer sie war. So ging sie wieder zu Gott. Es ist übrigens keine schlechte Idee, sich an Gott zu wenden, wenn man das sein möchte, was man eigentlich ist.

Sie sagte: „Hallo Gott nun da ich weiß wer ich bin, könnte ich es nicht auch SEIN?“ Und Gott antwortete der Kleinen Seele: „Du meinst, dass du sein willst, was du schon längst bist?“ „Also“, sprach die Kleine Seele, „es ist schon ein Unterschied ob ich nur weiß, wer ich bin, oder ob ich es auch wirklich BIN. Ich möchte fühlen wie es ist das Licht zu sein.“

„Aber du BIST doch das Licht“, wiederholte Gott und er lächelte wieder. Doch die Kleine Seele jammerte. „Jaaa, aber ich möchte doch wissen wie es sich anfühlt das Licht zu sein.“

Gott schmunzelte. „Nun das hätte ich mir denken können. Du warst schon immer recht abenteuerlustig. Es gibt da nun eine Sache, und Gottes Gesicht wurde ernst.“ „Was denn?“ fragte die Kleine Seele. „Nun es gibt nichts anderes als Licht. Weißt du, ich habe nichts anderes erschaffen als das was du bist, und deshalb wird es nicht so einfach für dich, zu werden wer du bist. Denn es gibt nichts, das nicht so ist wie du.“

„Wie?“ fragte die Kleine Seele und war ziemlich verwirrt. „Stelle es dir so vor“, begann Gott, „du bist wie der Schein einer Kerze in der Sonne. Das ist auch richtig so. Und neben dir gibt es noch viele Millionen Kerzen die gemeinsam die Sonne bilden. Doch die Sonne wäre nicht die Sonne wenn du fehlen würdest. Schon mit einer Kerze weniger wäre die Sonne nicht mehr die Sonne, denn sie könnte nicht mehr ganz so hell strahlen. Die große Frage ist also: Wie kannst du herausfinden, dass du Licht bist, wenn du überall von Licht umgeben bist?“

Da sagte die Kleine Seele frech: „Du bist doch Gott. Überleg dir halt etwas.“ „Du hast recht“, sagte Gott und lächelte wieder. „Und mir ist auch schon etwas eingefallen. Da du Licht bist und dich nicht erkennen kannst, wenn du nur von Licht umgeben bist, werden wir dich einfach mit Dunkelheit umhüllen.“

„Was ist denn Dunkelheit?“ fragte die Kleine Seele. Gott antwortete: „Die Dunkelheit ist das was du nicht bist.“ „Werde ich Angst davor haben?“ rief die Kleine Seele. „Nur wenn du Angst haben willst,“ antwortete Gott. „Es gibt überhaupt nichts wovor du dich fürchten müsstest, es sei denn, du willst dich fürchten. Weißt du, die ganze Angst denken wir uns nur selbst aus.“ „Oooh,“ die Kleine Seele nickte verständig und fühlte sich gleich wieder besser.

Dann erklärte Gott, dass oft erst das Gegenteil von dem erscheinen müsse, was man erfahren wolle. „Das ist ein großes Geschenk“ sagte Gott, „denn ohne das Gegenteil könntest du nie erfahren wie etwas wirklich ist. Du würdest Wärme nicht ohne Kälte erkennen, Oben nicht ohne Unten, Schnell nicht ohne Langsam. Du könntest Rechts nicht ohne Llinks erkennen, Hier nicht ohne Dort, und Jetzt nicht ohne Später. Und wenn du von Dunkelheit umgeben bist,“ schloß Gott ab, „dann balle nicht deine Faust und erhebe nicht deine Stimme, um die Dunkelheit zu verwünschen. Sei lieber ein Licht in der Dunkelheit, statt dich über sie zu ärgern, dann wirst du wirklich wissen wer du bist und alle anderen werden es auch wissen. Laß dein Licht scheinen, damit die anderen sehen können, dass du etwas Besonderes bist.“

„Meinst du wirklich es ist in Ordnung, wenn die anderen sehen können, dass ich etwas Besonderes bin?“ „Natürlich.“ Gott lächelte. „Es ist sogar sehr in Ordnung. Doch denke immer daran: Etwas Besonderes zu sein, heißt nicht: Besser zu sein. Jeder ist etwas Besonderes. Jeder auf seine Weise. Doch die meisten haben das vergessen. Erst wenn sie merken, dass es für dich in Ordnung ist, etwas Besonderes zu sein, werden sie begreifen, dass es auch für sie in Ordnung ist.“

„Hej,“ rief die Kleine Seele und tanzte, hüpfte und lachte voller Freude, „Ich kann also so besonders sein wie ich will?“ „Jaaaa, und du kannst auch sofort damit anfangen“ sagte Gott, und tanzte, hüpfte und lachte mit der Kleinen Seele. „Wie möchtest du denn gerne besonders sein?“ „Was meinst du mit „wie“?“, fragte die Kleine Seele. „Das verstehe ich nicht.“

“Nun, das Licht zu sein bedeutet, etwas Besonderes zu sein und das kann sehr viel bedeuten. Es ist etwas Besonderes freundlich zu sein, es ist etwas besonderes sanft zu sein, es ist etwas besonderes schöpferisch zu sein, es ist etwas besonderes geduldig zu sein. Fallen dir noch andere Dinge ein mit denen man etwas Besonderes sein kann?“

Die Kleine Seele saß einen Moment lang ganz still da. Dann rief sie: „Jaaa, ich weiß eine ganze Menge anderer Dinge mit denen man etwas Besonderes sein kann. Es ist etwas Besonderes hilfreich zu sein. Es ist etwas Besonderes rücksichtsvoll zu sein, und es ist etwas Besonderes miteinander zu teilen.“ „Ja,“ stimmte Gott zu, „und all das kannst du jederzeit auf einmal sein. Oder auch nur ein Teil davon. Dies ist die wahre Bedeutung davon, Licht zu sein.“

„Ich weiß was ich sein will, ich weiß was ich sein will“ rief die Kleine Seele ganz aufgeregt, „ich möchte der Teil des Besonderen sein, den man Vergebung nennt. Ist zu vergeben nicht etwas Besonderes?“ „Oooh ja“ versicherte Gott der Kleinen Seele, „dies ist etwas ganz Besonderes.“ „In Ordnung“ sagte die Kleine Seele, „das ist es was ich sein will. Ich möchte Vergebung sein. Ich möchte mich selbst als genau das erfahren.“

„Gut“ sagte Gott, „doch da gibt es noch eine Sache, die du wissen solltest.“ Die Kleine Seele wurde langsam etwas ungeduldig. Immer schien es irgendwelche Schwierigkeiten zu geben. „Was denn noooch,“ stöhnte sie.

„Es gibt keinen, dem du vergeben müsstest.“ „Keinen?“ Die Kleine Seele konnte kaum glauben, was Gott da sagte. „Keinen“ wiederholte Gott. „Alles was ich erschaffen habe IST vollkommen. Es gibt in meiner ganzen Schöpfung keine einzige Seele die weniger vollkommen wäre als du. Schau dich doch einmal um.“

Da sah die Kleine Seele, dass viele andere Seelen sich um sie herum versammelt hatten. Sie waren von überall her aus dem Himmelreich gekommen. Es hatte sich nämlich herumgesprochen, dass die Kleine Seele eine ganz besondere Unterhaltung mit Gott führte. Und jede Seele wollte hören, worüber die beiden sprachen. Als die Kleine Seele die unzähligen anderen Seelen betrachtete, musste sie zugeben, dass Gott Recht hatte. Keine von ihnen war weniger schön, weniger strahlend oder weniger vollkommen als sie selbst. Die anderen Seelen waren so wundervoll, ihr Licht strahlte so hell, dass die Kleine Seele kaum hinsehen konnte.

„Wem willst du denn nun vergeben?“ fragte Gott. „Au weia, das wird aber wenig Spaß machen“ brummte die Kleine Seele vor sich hin. „Ich möchte mich selbst als jemanden erfahren der vergibt. Ich hätte so gerne gewusst, wie man sich mit diesem Teil des Besonderen fühlt.“ Und so lernte die Kleine Seele wie es sich anfühlt, traurig zu sein.

Doch da trat eine Freundliche Seele aus der großen Menge hervor. Sie sagte: „Sei nicht traurig, Kleine Seele ich will dir helfen.“ „Wirklich?“ rief die Kleine Seele. „Doch, was kannst du für mich tun?“ „Ich kann dir jemanden bringen dem du vergeben willst.“ „Oh wirklich?“

„Ja, ganz bestimmt“ kicherte die Freundliche Seele, „ich kann in dein nächstes Erdenleben kommen und dir etwas antun, damit du mir vergeben kannst.“ „Aber warum willst du das für mich tun?“ fragte die Kleine Seele. „Du bist doch ein vollkommenes Wesen, deine Schwingungen sind so hoch, und dein Licht leuchtet so hell, dass ich dich kaum anschauen kann. Was bringt dich bloß dazu, deine Schwingungen so zu verringern, dass dein Licht dunkel und dicht wird? Du bist so Licht dass du auf den Sternen tanzen und in Gedankenschnelle durch das Himmelreich sausen kannst. Warum solltest du dich so schwer machen, um mir in meinem nächsten Leben etwas Böses antun zu können?“

„Ganz einfach,“ sagte die Freundliche Seele, „weil ich dich lieb habe.“ Diese Antwort überraschte die Kleine Seele. „Du brauchst nicht erstaunt zu sein“, sagte die Freundliche Seele. „Du hast das selbe auch für mich getan. Weißt du es nicht mehr? Wir haben schon so oft miteinander getanzt. Ja, du und ich, wir haben durch Äonen und alle Zeitalter hindurch und an vielen Orten miteinander gespielt. Du hast es nur vergessen. Wir beide sind schon Alles gewesen. Wir waren schon Oben und waren Unten, wir waren schon Rechts und waren Links. Wir waren Hier und waren Dort, wir waren im Jetzt und waren im Später. Wir waren schon Mann und waren Frau, wir waren Gut und waren Schlecht, beide waren wir schon das Opfer und beide waren wir schon der Schurke. So kommen wir immer wieder zusammen und helfen uns immer wieder, das auszudrücken., was wir wirklich sind. Und deshalb“ erklärte die Freundliche Seele weiter, „werde ich in dein nächstes Erdenleben kommen und der Bösewicht sein. Ich werde dir etwas Schreckliches antun, und dann kannst du dich als jemanden erfahren, der vergibt.“

„Aber, was wirst du tun?“ fragte die Kleine Seele nun doch etwas beunruhigt, „Was wird denn so schrecklich sein?“ „Ooh“ sagte die Seele mit einem freundlichen Lächeln, „uns wird schon etwas einfallen.“ Dann wurde die Freundliche Seele sehr ernst und sagte mit leiser Stimme: „Weißt du, mit einer Sache hast du vollkommen recht gehabt.“ „Mit was denn?“ wollte die Kleine Seele wissen.

„Ich muß meine Schwingung sehr weit herunterfahren und sehr schwer werden, um diese schreckliche Sache tun zu können. Ich muß so tun, als ob ich jemand wäre, der ich gar nicht bin. Und dafür muß ich dich um einen Gefallen bitten.“ „Du kannst dir wünschen was du willst!“ rief die Kleine Seele, sprang umher und sang: „Hurra, ich werde vergeben können, ich werde vergeben können.“

Da bemerkte die Kleine Seele, dass die Freundliche Seele sehr still geworden war. „Was ist, was kann ich für dich tun?“ fragte die Kleine Seele. „Du bist wirklich ein Engel, wenn du diese schreckliche Sache für mich tun willst.“

Da unterbrach Gott die Unterhaltung der beiden Seelen. „Natürlich ist diese Freundliche Seele ein Engel. Jedes Wesen ist ein Engel. Denke immer daran: Ich habe dir immer nur Engel geschickt.“ Die Kleine Seele wollte doch so gerne den Wunsch der Freundlichen Seele erfüllen und fragte nochmals. „Sag schon, was kann ich für dich tun?“ Die Freundliche Seele antwortete: „In dem Moment, in dem wir aufeinander treffen und ich dir das Schreckliche antue, in jenem Moment, in dem ich das Schlimmste tue, was du dir vorstellen kannst, also in diesem Moment…“ „Ja“ sagte die Kleine Seele, „ja?“

Die Freundliche Seele wurde noch stiller. „Denke daran, wer ich wirklich bin.“ „Oh, das werde ich bestimmt“ rief die Kleine Seele, „das verspreche ich dir. Ich werde mich immer so an dich erinnern, wie ich dich jetzt hier sehe.“ „Gut“ sagte die Freundliche Seele, „Weißt du, ich werde mich so verstellen müssen, dass ich mich selbst vergessen werde. Und wenn du dich nicht daran erinnerst, wer ich wirklich bin, dann werde ich mich selbst für eine sehr lange Zeit auch nicht daran erinnern können. Wenn ich vergesse, wer ich bin, dann kann es passieren, dass auch du vergisst, wer du bist. Und dann sind wir beide verloren. Dann brauchen wir eine weitere Seele, die in unser Leben kommt und uns daran erinnert, wer wir wirklich sind.“

Doch die Kleine Seele versprach noch einmal: „Nein, wir werden nicht vergessen, wer wir sind. Ich werde mich an dich erinnern. Und ich werde dir sehr dankbar dafür sein, daß du mir dieses große Geschenk machst, das Geschenk, dass ich erfahren darf, wer ich wirklich bin.“

Und so schlossen die beiden Seelen ihre Vereinbarung. Die Kleine Seele begab sich in ein neues Erdenleben. Sie war ganz begeistert, dass sie das nicht war, das so Besonderes ist, und sie war so aufgeregt, dass sie jener Teil des Besonderen sein durfte, der Vergebung heißt. Sie wartete begierig darauf, sich selbst als Vergebung erfahren zu können, und der anderen Seele dafür danken zu dürfen, dass sie diese Erfahrung möglich gemacht hat. Und in jedem Augenblick dieses neuen Erdenlebens, wann immer eine neue Seele auftauchte, ob sie nun Freunde oder Traurigkeit brachte, natürlich besonders, wenn sie Traurigkeit brachte, fiel der Kleinen Seele ein, was Gott ihr einst mit auf den Weg gegeben hatte:

„Denke stets daran“, hatte Gott mit einem Lächeln gesagt,
„Ich habe dir immer nur Engel geschickt.“

Neale Donald Walsch 

* * *

5.8.08 15:22


 [eine Seite weiter] Gratis bloggen bei
myblog.de

Alles, was wir sind, ist das Resultat unserer Gedanken.
Buddha

Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nach der Begegnung mit dir nicht glücklicher ist als zuvor.
Mutter Theresa